Medizinproduktehaftung

Der "PIP-Skandal" um fehlerhafte Brustimplantate hat in den vergangenen Jahren Fragen der Haftung für fehlerhafte Medizinprodukte in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Neu ist das Problem fehlerhafter Medizinprodukte aber keineswegs, denn schon zuvor gab immer wieder Fälle von fehlerhaften Medizinprodukten - etwa fehlerhafte Hüftprothesen oder Herzschrittmacher - die eine größere Zahl von Patienten betroffen haben.

Entsteht einem Patienten durch ein fehlerhaftes Medizinprodukt ein Schaden, so kommen Ansprüche auf Schmerzensgeld und Ersatz des materiellen Schadens nach dem Produkthaftungsgesetz gegen den Hersteller oder den Vertreiber des Medizinprodukts in Betracht. Zu bedenken sind daneben auch Arzthaftungsansprüche gegen die Behandlerseite, wenn etwa ein Medizinprodukt implantiert worden ist, obwohl bereits eine Herstellerwarnung vorlag, ein Produktrückruf erfolgt oder anderweitig eine gehäufte Zahl von Vorkommnissen mit dem Medizinprodukt bekanntgeworden war.

Sehr aktuell zu verzeichnen sind Schadensfälle im Zusammenhang mit Cadisc-L Bandscheibenprothesen des (inzwischen insolventen) britischen Herstellers RANIER Technology Ltd., die im europäischen Raum möglicherweise tausendfach implantiert worden sind. Die Firma RANIER hatte bereits im Jahr 2010 einige Chargen der Cadisc-L-Wirbelersatzsysteme zurückgerufen,  im Februar 2014 über spezielle Nachsorgemaßnahmen für implantierte Patienten informiert und schließlich im April 2014 den Rückruf mehrerer Chargen der Cadisc-L-Systeme wegen eines möglichen post-operativen Höhenverlusts der Implantate erklärt.

Wir vertreten bundesweit die Interessen von Patienten, die Schäden durch fehlerhafte Medizinprodukte erlitten haben.

Sie sind durch ein fehlerhaftes Medizinprodukt geschädigt worden? Senden Sie uns unverbindlich eine Schilderung Ihres Falls und Sie erhalten kostenlos eine erste Einschätzung.

Schildern Sie uns unverbindlich Ihren Fall

 Ansprechpartner: Rechtsanwalt Dr. Jürgens
  Rechtsanwalt Donath